T R A U M A P Ä D A G O G I K

Blauer Tintenkleks

In der traumapädagogischen Arbeit sind die Förderung von Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit und damit langfristig auch die Wiederherstellung sozialer Teilhabemöglichkeiten wesentliche Kernpunkte.

Für mich bedeutet das in erster Linie, mit der mir anvertrauten Klientel transparent und auf Augenhöhe zu arbeiten. Ich möchte Orientierung und Vorhersehbarkeit bieten als Gegensatz zur erlebten Willkür. Dazu gehören sowohl die Schaffung gewaltfreier Orte mit zuverlässiger Gewährleistung der Rechte, Grundbedürfnisse und Wünsche, als auch eine gleichwertige Beziehungsgestaltung mit den Grundsätzen von Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung. Ich möchte der Klientel Wahlmöglichkeiten geben und damit das Wiedererlangen von Kontrolle zu unterstützen.

Die Grundprinzipien meiner Arbeit sind:

  1. nicht alles wissen müssen, um eine pädagogische Haltung einzunehmen,
  2. das Bewusstsein, dass nicht jede traumatische Erfahrung aufgefangen werden kann,
  3. Chancen zu sehen, der Klientel gute korrigierende Erfahrungen mitzugeben und
  4. Pädagogik des guten Grundes als Haltung.

Dabei bediene ich mich an verschiedenen Methoden zur Sicherung und Stabilisierung, z.B. in Form von Angeboten mit kunsttherapeutischen Impulsen (vorrangig mit Aquarell- und Wasserfarben), aber auch durch den Einbezug verschiedener Ressourcenübungen und Spielen, angelehnt an den Interessen der Klientel. Zentrale Aufgaben sind es, Anker zu erarbeiten und zu setzen sowie Ressourcen zu erforschen und zu stärken - also festzuhalten, was jemand schon kann und geschaffen hat.